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Träger beschließen Fusion der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde mit der Kreissparkasse Osterholz

Der künftige Vorstand der Sparkasse Rotenburg Osterholz v. l.: Thorben Prenntzell, Reinhard Krüger (Vorstandsvorsitzender), Ulrich Messerschmidt (stellv. Vorstandsvorsitzender) und Stefan Kalt

Der künftige Vorstand der Sparkasse Rotenburg Osterholz v. l.: Thorben Prenntzell, Reinhard Krüger (Vorstandsvorsitzender), Ulrich Messerschmidt (stellv. Vorstandsvorsitzender) und Stefan Kalt

In seiner heutigen Sitzung hat der Kreistag des Landkreises Rotenburg (Wümme) die Fusion der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde mit der Kreissparkasse Osterholz beschlossen. Bereits am gestrigen Tag hatte der Kreistag in Osterholz-Scharmbeck einen gleichlautenden Beschluss gefasst.

In umfangreichen internen und externen Gesprächen wurden zuvor im Rahmen der Sondierung politische Eckpfeiler einvernehmlich definiert. Aufbauend auf diesen Ergebnissen bzw. Eckpunkten wurden in der sich anschließenden Verhandlungsphase die Leitplanken und Konturen des Geschäftsmodells ausgearbeitet und der Fusionsnutzen konkretisiert.

Aufgrund der bestehenden, sich ergänzenden Strukturen und Kernkompetenzen der Einzelhäuser in unterschiedlichen Geschäftsfeldern wurden sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandsseite auf Basis potenzialorientierter Deckungsbeitragsberechnungen sowie belastbarer Benchmarks Fusionssynergien ermittelt, die sich nachhaltig auf rund 10 Mio. Euro pro Jahr belaufen werden.

Vorstandsvorsitzender der neuen Sparkasse wird mit Reinhard Krüger der bisherige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde. "Unsere elementare Zielsetzung ist die Sicherstellung der nachhaltigen kreditwirtschaftlichen Versorgung der Region. Neben der Wahrung des Geschäftsmodells mit betont regionaler Ausrichtung stehen vor allem die Intensivierung des Kundengeschäfts sowohl im Firmen- als auch im Privatkundenbereich in einem attraktiven Geschäftsgebiet wie auch der Ausbau des Leistungsangebotes durch den gezielten Aufbau neuer Geschäftsfelder im Fokus" betont Krüger.

Durch die langfristige und zukunftsfähige Ausrichtung würden zudem Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten verbessert und insgesamt die Arbeitgeberattraktivität als erfolgreichster Finanzpartner vor Ort gestärkt. "Eine zukunftsweisende Entscheidung die auch die Arbeitsplätze in der Region dauerhaft sichert", so auch die Arbeitnehmervertreter beider Häuser.

Im nächsten Schritt wird die Genehmigung der Sparkassenaufsicht zur Fusion beantragt. Erst mit deren Vorliegen ist der rechtliche Prozess abgeschlossen und die Fusion kann juristisch zum 01.01.2018 vollzogen werden.

"Wenn die Aufsicht ihre Genehmigung erteilt, entsteht mit der künftigen Sparkasse Rotenburg Osterholz ein Institut mit einer Bilanzsumme von über 3 Mrd. Euro, welches auf einer Fläche von fast 2.500 km² mit 55 Filialen agiert", führt Ulrich Messerschmidt, künftiger stellvertretender Vorstandsvorsitzender, aus. Und betont sogleich, dass es zu keinen fusionsbedingten Filialschließungen kommt und die lokale Präsenz erhalten bleibt.

Im fusionierten Haus wird es vier relativ homogene Teilmärkte geben. Stefan Kalt, als Vorstandsmitglied in der neuen Sparkasse für den Vertrieb verantwortlich, erörtert: "Wir schaffen vier Marktregionen mit Entscheidungskompetenz für das Privat- und Firmenkundengeschäft vor Ort. Damit betonen wir unsere regionale Ausrichtung und sind mit kurzen Entscheidungswegen nah an unseren Kunden.

Der juristische Sitz der dann 10. größten Sparkasse in Niedersachsen mit über 700 Mitarbeitern wird Zeven sein. "Gleichwohl werden einige sehr wichtige Einheiten in Osterholz angesiedelt werden. Es ist darüber hinaus vorgesehen, hier die Repräsentanz eines Vorstandsvertreters zu gewährleisten", so Thorben Prenntzell, künftiges Vorstandsmitglied der neuen Sparkasse.

Nun gilt es, alle aufsichtsrechtlich relevanten Tätigkeiten bis zum Jahresende durchzuführen. Die Integration und Umsetzung der weiteren Maßnahmen wird die Sparkasse mindestens bis zum Spätsommer 2018 begleiten, da zu diesem Zeitpunkt auch die technischen Systeme vereinheitlicht werden.

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