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Sparkasse Rotenburg-Bremervörde nimmt Sondierungsgespräche auf

Die Banken und Sparkassen in Deutschland sind mit aktuellen Herausforderungen wie der anhaltenden Niedrigzinsphase, zunehmender regulatorischer Anforderungen und eines enormen Kostendrucks konfrontiert.

Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Rahmenbedingungen in der Banken- und Sparkassenlandschaft prüfen deutschlandweit viele Sparkassen ihre strategischen Zukunftsoptionen. "Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde hat ein ergebnisoffenes, unverbindliches Gutachten zur Überprüfung ihrer strategischen Optionen bei einer neutralen Unternehmensberatung in Auftrag gegeben" führt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, Reinhard Krüger, aus.

Aufgrund der erhöhten Vertraulichkeit und des unklaren Ausgangs konnte die Sparkasse daher eine kürzlich eingegangene Anfrage der Presse zu dieser Thematik lediglich verneinen.

Die Ergebnisse aus dem Gutachten liegen nunmehr vor. Sie wurden dem Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 13.02.2017 vorgestellt und mit diesem erörtert. Auf dieser Grundlage hat der Verwaltungsrat der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde den Vorstand beauftragt, erste Sondierungsgespräche über eine mögliche Fusion mit der Kreissparkasse Osterholz zu führen. Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Osterholz hat eine entsprechende Entscheidung in seiner Sitzung ebenfalls am 13.02.2017 getroffen.

"Wir haben zudem unseren Vorstandskollegen aus der Sparkasse Scheeßel angeboten, sich an den Sondierungsgesprächen zu beteiligen, da auch eine Dreierkonstellation grundsätzlich möglich wäre und um entsprechende Rückmeldung gebeten. Diese Rückantwort steht bislang noch aus" betont Stefan Kalt, Vorstandmitglied der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.

Hermann Luttmann, Landrat des Landkreises Rotenburg (Wümme) und Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, bestätigt: "Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde geht diesen strategischen Schritt aus der Verantwortung des Verwaltungsrates und Vorstandes gegenüber Träger, Kunden und besonders den Mitarbeitern. Die Sparkasse ist davon überzeugt, dass eine Fusion die einzige nachhaltige, zukunftssichernde Lösung für die Sparkassen darstellt und zudem Arbeitsplätze am Standort Zeven und in der umliegenden Region nachhaltig sichern wird."

Beide Häuser werden nun intensive Gespräche aufnehmen und die Eckpfeiler und Rahmenbedingungen eines möglichen Zusammenschlusses in aller gebotenen Gründlichkeit festlegen. Ergebnisse aus diesen Gesprächen werden bis Mitte März vorliegen und sollen dann im Verwaltungsrat der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde verabschiedet werden. Diesem obliegt es, den Vorstand zu beauftragen, konkrete Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit der Kreissparkasse Osterholz aufzunehmen.

Das sodann regulatorisch erforderliche Fusionskonzept würde ggf. gemeinsam mit der Kreissparkasse Osterholz bis zu den Sommerferien vorgelegt werden. Unmittelbar im Anschluss daran würden die notwendigen Beschlüsse und Genehmigungen durch Verwaltungsräte, Träger, den Sparkassenverband Niedersachsen und die Bankenaufsicht herbeigeführt werden, mit dem Ziel, eine rechtliche Fusion beider Häuser zum 1. Januar 2018 zu bewirken.

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