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Sparkasse Rotenburg-Bremervörde:
Geschäftsergebnis deutlich über Plan!

Der Vorstand der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2016 zufrieden, wenngleich Sondereffekte das Ergebnis begünstigen. Die nachhaltige Niedrigzinsphase sorgte für Steigerungen bei den Darlehenszusagen und ein gutes Dienstleistungsgeschäft.

 

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

2016 war von vielen politischen und geostrategischen Überraschungen geprägt. Verschiedene Ereignisse, etwa der Brexit oder die US-Präsidentschaftswahl, haben die Unsicherheit über die weitere politische und wirtschaftliche Entwicklung stark erhöht. Wachstumsmindernde Auswirkungen sind kurzfristig aber noch nicht festzustellen.

Im oberen Mittelfeld der europäischen Wachstumsraten konnte sich einmal mehr die deutsche Wirtschaft platzieren. Die erreichten 1,9 Prozent liegen deutlich über dem Potenzialwachstum des Landes. Das ist für Deutschland das dritte Jahr in Folge mit einem, auch gemessen am langjährigen Trend, überdurchschnittlichen Wachstum. Inzwischen ist eine leicht über dem Normalniveau liegende Kapazitätsauslastung erreicht.

Die Brexit-Entscheidung ist Ausdruck davon, dass die gesamtwirtschaftlichen Vorteile internationaler ökonomischer Integration bei Teilen der Bevölkerung nicht ankommen oder von vielen zumindest nicht wahrgenommen werden. Sollte dieses Phänomen auch in anderen Regionen der Welt verstärkt Einfluss auf die Politik gewinnen, wird das Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft geringer ausfallen als unterstellt. Diese Entwicklung betrifft insbesondere auch Deutschland, das wie kaum ein anderes vergleichbares Land seinen Wohlstand aus der Integration in die Weltwirtschaft schöpft. Daher ist die Wirtschaftspolitik hierzulande besonders gefordert, dem Protektionismus entgegenzuwirken. Das Leitbild des Freihandels, das in den letzten Dekaden allen sich offen beteiligenden Ländern so große Wohlstandsgewinne beschert hat, steht in Frage. Zunehmende protektionistische Bestrebungen könnten Effizienz und internationale Arbeitsteilung sowie die entstandenen differenzierten Wertschöpfungsketten gefährden.

Die europäische Geldpolitik hat sich für 2017 allerdings schon sehr weitgehend festgelegt. Das Ankaufprogramm wird zwar ab April 2017 reduziert, die Käufe an sich sollen aber mindestens bis zum Ende des Jahres 2017 fortgeführt werden. Vor dem Ende der Käufe ist auch eine Anhebung der Leitzinsen praktisch ausgeschlossen. Anders als in den USA, wo eine langsame Fortsetzung der Leitzinsabhebungen im Laufe dieses Jahres wahrscheinlich ist, bleibt im Euroraum der Negativzins der EZB als Vorgabe für alle kurzfristigen Geldmarktkonditionen vorerst erhalten. Das heißt nicht, dass es nicht schon 2017 zu einer vorwegnehmenden Entwicklung an den Kapitalmärkten in den langen Laufzeiten kommen könnte. Entsprechende austestende Bewegungen der Renditen sind bereits seit Herbst 2016 zu beobachten.

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe gehen für 2017 für Deutschland von einer weiter leicht steigenden Erwerbstätigkeit und von weiter leicht rückläufiger Arbeitslosigkeit aus. Sie erwarten in Deutschland für 2017 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 1,3 Prozent, wobei ein wesentlicher Grund für die gegenüber 2016 niedrigere Rate die geringere Zahl an Arbeitstagen ist.

 

Ergebnisse der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sind immer – wenngleich in unterschiedlicher Intensität – auch in der heimischen Wirtschaft, dem Landkreis Rotenburg (Wümme), zu beobachten. Vorstandsvorsitzender Reinhard Krüger und Vorstandsmitglied Stefan Kalt der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde zeigen sich daher mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2016 zufrieden. So konnten die Darlehenszusagen an Unternehmen und Privatkunden nochmals gesteigert und das sogenannte Dienstleistungsgeschäft, bestehend aus dem Handel mit Wertpapieren, Versicherungen und Bausparverträgen auf hohem Niveau gehalten werden.

"Allerdings begünstigen Sondereffekte aus einer sehr vorsichtigen Risikoabschirmung im Kreditbereich - in Verbindung mit der sehr guten regionalen Wirtschaftssituation - das Ergebnis des Jahres 2016", so Krüger.

 

Darlehenszusagen auf hohem Niveau

Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr starke Nachfrage nach Darlehen für den Erwerb und Neubau von Wohnraum verzeichnen. Es wurden Zusagen in Höhe von 117,1 Mio. Euro getätigt.

Insgesamt konnten durch die Sparkasse Darlehen an Privatkunden in Höhe von 79,8 Mio. Euro und an Unternehmen und Selbstständige in Höhe von 153,2 Mio. Euro zugesagt werden. Damit wurde das sehr gute Niveau des Vorjahres nahezu wieder erreicht. Im ersten vollen Geschäftsjahr der Zusammenarbeit mit dem Sparkassenkreditpartner (SKP) konnten aufgrund des deutlich vereinfachten Verfahrens und der schlanken Abwicklung in Verbindung mit guten Konditionen 1.251 Kredite mit einem Volumen von ca. 16,3 Mio. Euro gewährt werden.

"Die strategische Entscheidung, im Bereich der sogenannten Privatkredite (zum Beispiel für den Autokauf) mit einem schlagkräftigen Partner der Sparkassenfinanz-Gruppe zusammenzuarbeiten, hat sich als sehr gut erwiesen", so beide Vorstände unisono.

 

Einlagenwachstum weiter deutlich

Erste Kreditinstitute haben aufgrund der in einer Phase der Negativzinsen mutierten Niedrigzinsphase ein Verwahrentgelt für Einlagen eingeführt und geben so indirekt die Negativzinsen an einen Teil der Kunden weiter. Dieses führt trotz faktisch nahezu nicht vorhandenem Zins für Geldanlagen zu einem spürbaren Mittelzufluss bei der Sparkasse. "Es wird zu beobachten sein, ob sich dieser beginnende Trend fortsetzt und sich damit zu einem echten Wettbewerbsnachteil für uns auswächst". erörtert Vorstandsvorsitzender Reinhard Krüger und ergänzt, dass die Berechnung von Negativzinsen zumindest für Firmen- und institutionelle Kunden zukünftig nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Sparkasse konnte im Jahr 2016 die Kundeneinlagen sehr deutlich um 88,9 Mio. Euro (Vorjahr + 8,9 Mio. Euro) steigern. Die Kundeneinlagen belaufen sich nunmehr auf 1.362,0 Mio. Euro. Da das Zinsniveau unverändert ist, ist auch der Trend zur kurzfristigen Geldanlage ungebrochen.

Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde ist durch ihr ausgewogenes Geschäftsmodell und die nahezu ausgeglichenen Bestände an Darlehen und Einlagen in der komfortablen Situation, von Refinanzierungen auf dem Kapitalmarkt nicht abhängig zu sein.

 

Wertpapierbestand ausgeweitet

Der Wertpapierumsatz reduzierte sich moderat auf 134,1 Mio. Euro. Der Gesamtbestand an Wertpapieren inklusive der DekaBank-Depotbestände wuchs zum Jahresende auf 284,7 Mio. Euro. "Im Segment der Wertpapierberatung haben wir unsere ohnehin hohe Qualität nochmals verfeinert. Den Beratern der Geschäftsstellen stehen hervorragend ausgebildete Vermögensberater zur Seite. Dadurch gelingt es, jeden Wertpapierinteressenten nach seinen persönlichen Interessen beraten und ein maßgeschneidertes Angebot zu entwickeln" erörtert Krüger.

 

Bauspargeschäft weiterhin stark

Das abgeschlossene Bausparvolumen lag bei 59,5 Mio. Euro. Damit wurde das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nur knapp verfehlt. "Den Bausparvertrag als einen Baustein in die Finanzierung zu integrieren, ermöglicht es uns, auch für sehr lange Zeiträume Zinssicherheit – zum Beispiel für 20 Jahre – anzubieten", betont Stefan Kalt, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.

 

Eigenen Immobilienbereich gestärkt

Mit einem Gesamtwert von 12,7 Mio. Euro konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 97 Immobilien im Geschäftsgebiet vermittelt werden. "Damit tragen die Investitionen, die wir in diesem Bereich getätigt haben, weiter Früchte" freut sich Stefan Kalt. Die Sparkasse hat nun auch strukturell in diesem für sie bedeutsamen Geschäftsfeld Veränderungen vorgenommen. Neben der Verantwortung für das Vermittlungs- und Finanzierungsgeschäft wurde auch die "Sparkassen Immobilien GmbH" (SI) in diese Abteilung integriert. Als 100%ige Sparkassentochter liegt deren Hauptaugenmerk auf dem An- und Verkauf von bebauten und unbebauten Grundstücken, der Erschließung von Grundstücken sowie dem Betreiben von Bauträgergeschäften. Verantwortlich für diese neu strukturierte Einheit ist Stefan Ratajczak, der zuvor innerhalb der Sparkasse eine Führungsaufgabe im Firmenkundengeschäft innehatte. Aktuell sind neue Projekte im Raum Rotenburg und Zeven in Vorbereitung. "Darüber hinaus haben wir mit einem Schwerpunkt auf Zeven weitere Maßnahmen in der Vorbereitung. Zum Teil handelt es sich dabei um Grundstückserschließung, zum Teil aber auch um Bauträgermaßnahmen mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum für Immobilieneinsteiger für unter 200.000 Euro zu schaffen", erörtert Vorstandsmitglied Stefan Kalt. "Neben unseren Baugrundstücken wollen wir aber auch Wohnraum schaffen. So haben wir eine Wohnanlage in Rotenburg und ein Reihenhausprojekt in Zeven in Vorbereitung."

 

Versicherungsgeschäft auf hohem Niveau

Mit einer Beitragssumme von 28,7 Mio. Euro konnte sich das Lebensversicherungsgeschäft in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld gut behaupten. Da die Sparkasse die Absicherung ihrer Kunden vor jedweden Risiken als festen Bestandteil der ganzheitlichen Beratung betrachtet, wird das Versicherungsgeschäft auch in Zukunft zu den Kernangeboten zählen.

 

Megatrend Digitalisierung im Fokus

Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde geht mit den aktuellen Trends und entwickelt ihre Multikanalstrategie ständig weiter. Die komplett überarbeitete, mehrfach ausgezeichnete Sparkassen-App haben bereits 7.746 Kunden der Sparkasse heruntergeladen. "Mit der in der App angebotenen Funktionsvielfalt haben unsere Kunden quasi eine Filiale direkt auf ihrem Smartphone", erläutert Reinhard Krüger.

Ideal ergänzt wird die App um das neue Sicherungsverfahren pushTAN, bei dem kein zweites Gerät benötigt wird um den Zahlungsverkehr abzuwickeln. Im Geschäftsjahr 2016 nutzten 3.237 der Homebankingnutzer dieses Verfahren (Vorjahr 1.743).

Auch das sichere Bezahlen im Internet bleibt im Fokus der Sparkasse. Das Bezahlverfahren paydirekt ist ideal geeignet, um im Internet gekaufte Artikel sicher zu bezahlen. Wichtigste Alleinstellungsmerkmale dabei: die Transaktion wird vollständig im deutschen (Datenschutz-)recht abgebildet und läuft nicht über beispielsweise amerikanische Server. Zudem bietet das Verfahren einen echten Käuferschutz. "Diese Garantie übernehmen wir als Sparkassen und stehen im Fall des Falles auch dafür ein", betont Vorstandsvorsitzender Krüger. "Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Bezahlverfahren kann darin gesehen werden, dass rückabgewickelte Transaktionen ohne Verzögerung sofort wieder auf dem Girokonto des Kunden zu sehen sind – Wettbewerber nehmen sich dafür teilweise mehrere Tage Zeit", ergänzt Reinhard Krüger. Aktuell verzeichnet die Sparkasse 867 Registrierungen für Paydirekt.

Mit einer Reichweite von über 6,5 Mio. Nutzern sowie 17.500 Kommentaren knapp eine Woche nach Start der Werbekampagne ist Kwitt bei den jüngeren Kunden in aller Munde. "Keine Sorge, wir schicken Ihnen nicht den Boten", schmunzelt Reinhard Krüger, "aber schauen Sie sich die Facebook-Kampagne mal an".

Etwas nüchterner betrachtet, handelt es sich bei Kwitt um ein System, welches ganz einfach "Handy zu Handy"-Zahlungen ermöglicht; bis zu einem Betrag von 30 Euro ohne Eingabe einer TAN. Ein Kinobesuch mit Freunden oder ein Lunch mit einem Kollegen, aber kein Bargeld dabei? Das ist nun völlig unproblematisch. Einfach den Betrag an den Freund oder den Kollegen "kwitten" und den Film oder das Essen genießen. Sämtliche Girokonten der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde sind für das System ausgerüstet. Es ist lediglich eine einmalige Registrierung in der Sparkassen-App erforderlich.

"Die Menschen wollen stets den Überblick über ihre Finanzen behalten und Geld einfach und bequem von A nach B übertragen. Das wollen wir unseren Kunden so einfach wie möglich machen. Kwitt, paydirekt, die Sparkassen-App und unser Girokonto sind dafür eine ideale Basis", betonen die beiden Vorstände der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.

 

Engagierte Mitarbeiter

Auch bei der Sparkasse wird es zu Personalreduzierungen kommen. Geplant ist, in den nächsten fünf Jahren jährlich 8 - 9 Mitarbeiter abzubauen. "Wir nutzen dazu die natürliche Fluktuation, haben unseren Mitarbeitern aber auch sehr interessante Angebote unterbreitet. Beispielsweise können sie vorzeitig in den Ruhestand eintreten, ein Sabbatical einlegen oder zusätzliche Urlaubstage erwerben", führt Reinhard Krüger aus.

Um ihren qualitätsorientierten Ansatz weiterhin aufrecht zu erhalten, investiert die Sparkasse nach wie vor in die Steigerung der fachlichen Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für solcherlei Maßnahmen und Trainings gut 265.000 Euro bereitgestellt. Die Sparkasse beschäftigte per Ende 2016 insgesamt 455 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 32 Auszubildende. Die Verknüpfung von Beruf und Familie ist für die Sparkasse ein bedeutendes Anliegen, die Teilzeitquote mit 43,3% dementsprechend hoch.

 

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 war der Zinsüberschuss weiter rückläufig. Dieser durch die Niedrigzinsphase ausgelöste branchentypische Trend wird sich auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Der Sachaufwand konnte durch gemeinsame Anstrengungen aller Mitarbeiter um 0,7 Mio. Euro gesenkt werden. Der Personalaufwand blieb trotz tariflicher Steigerungen auf gleichem Niveau. Weiter begünstigt durch ein positives Bewertungsergebnis im Kreditbereich, wird mit 2,7 Mio. Euro ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserter Jahresüberschuss ausgewiesen. "Wir sind mit dem Ergebnis des Jahres 2016 in diesem schwierigen Umfeld über alles gesehen sehr zufrieden", betonen die Vorstände.

 

Umfangreiche Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen

Wie bekannt, führt die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde im Rahmen ihres Neubaus des Verwaltungsgebäudes alle Stabs- und Marktfolgeabteilungen der Sparkasse, die bisher an sechs Standorten über den Landkreis verteilt untergebracht sind, an der Kivinanstraße in Zeven zusammen. In diesen Tagen finden die Umzüge statt. Die Eröffnung ist für den 04.04.2017 vorgesehen. Für Kunden wird es am 06.05.2017 einen Tag der offenen Tür mit einem bunten Rahmenprogramm geben. "An diesem Tag besteht auch die Gelegenheit, den Bau im Rahmen erläuternder Führungen zu besichtigen", verspricht Stefan Kalt.

Die für 2016 angedachte Modernisierung der Geschäftsstelle Zeven wird nunmehr kurzfristig beginnen. Ab 2018 will die Sparkasse ihre Kunden in den neuen Räumen empfangen.

Nahezu zeitgleich wird die Sparkasse am Standort Bremervörde in einem ersten Schritt ca. 1,5 Mio. Euro in den Umbau des Gebäudes investieren. Ein langfristiger Mietvertrag mit der Polizei steht unmittelbar vor der Unterzeichnung. "Nach Beendigung der Baumaßnahmen am geplanten Sparkassenhaus in Rotenburg wird eine umfassende Investition zur Modernisierung der Geschäftsstelle erfolgen", betont Vorstandsmitglied Stefan Kalt.

Bekanntermaßen hat die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde im Jahr 2015 die Postimmobilie in Rotenburg mit dem Ziel erworben, diese zu entwickeln. Mittlerweile hat das Vorhaben konkrete Züge angenommen, wenngleich längst noch nicht alle Verträge geschlossen sind. "Geplant ist, dass auch wir an diesem TOP-Standort in der Rotenburger Innenstadt für unsere Privat- und Firmenkunden mit einem großen, modernen Beratungscenter präsent sein werden", führt Kalt weiter aus. Ziel der Sparkasse ist es, im ersten Quartal 2018 mit den Umbaumaßnahmen zu beginnen und diese nach ca. 2-jähriger Bauzeit abzuschließen.

 

Sparkasse steht zu ihrem Engagement für die Region

Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde förderte im Jahr 2016 direkt oder über ihre Stiftung 58 Einzelmaßnahmen mit einem Fördervolumen von 209.000 Euro. Hinzu kommen über 74.500 Euro Zuwendungen aus dem sogenannten PS-Reinertrag. Dieser speist sich aus den von der Sparkasse abgesetzten PS-Losen, bei denen ein Teil des Lospreises gespart und der andere Teil für die Teilnahme an der Lotterie mit interessanten Gewinnmöglichkeiten verwendet wird. Zur nachhaltigen Sicherstellung des Förderengagements wurde auch in 2016 das Kapital der sparkasseneigenen Stiftung um 90.000 Euro auf 3.780 Mio. Euro aufgestockt. Das Engagement reicht dabei von sozialen und kulturellen Themen über Sport bis hin zum Umwelt- und Naturschutz. Diese Themen bewegen Menschen aller Generationen und aller gesellschaftlichen Schichten und machen so die Region vielfältig, bunt und lebenswert.

Ihr großes Engagement will die Sparkasse auch künftig aufrechterhalten. Sie vereinfacht aber die Zugangswege für alle, führt Förderschwerpunkte ein und bietet neue Möglichkeiten für die Vereine und Institutionen. Für 2017 lautet das Schwerpunktthema: "Kinder und Senioren: Miteinander lachen. Voneinander lernen. Füreinander da sein. Gemeinsam stark!" . Für Maßnahmen und Projekte, die zu diesem Thema passen, nimmt die Sparkasse noch bis zum 20.03.2017 Bewerbungen von Vereinen und Organisationen entgegen. Sie unterstützt die besten drei Ideen mit insgesamt 10.000 Euro und nimmt lediglich eine Vorauswahl vor. "Danach liegt die ausschließliche Entscheidung bei den Bürgern unserer Region. Im Rahmen des "Tags der offenen Tür" laden wir alle Kunden und Nichtkunden ein, mit uns die Einweihung unseres Verwaltungsgebäudes zu feiern und gleichzeitig für ihr "Lieblingsprojekt" zu voten", so Vorstandsmitglied Kalt.

 

Ausblick

Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde hat im Jahre 2016 intensiv an ihrer Marktausrichtung gearbeitet. Dabei wurden zwei große Projekte – eins mit dem Fokus auf Privatkunden und eins mit dem Fokus auf Firmenkunden – erfolgreich abgeschlossen, deren Ergebnisse im Jahr 2017 sichtbar werden. Im Kern geht es bei beiden Themen um eine bessere und zielgerichtetere Beratung in einem modernen Umfeld. Zudem werden intern Verschiebungen von Personalressourcen in die Marktbereiche hinein vorgenommen.

Strukturell arbeitet die Sparkasse darüber hinaus ab 2017 lediglich noch mit zwei Marktbereichen. Den Marktbereich Nord – von Bremervörde bis einschließlich der Geschäftsstellen in Zeven, Sittensen und Tarmstedt – verantwortet Marco Tulodetzki. Für den Marktbereich Süd – von Visselhövede bis einschließlich des Firmenkundenbereiches in Zeven – zeichnet Volker Eichler verantwortlich. Beide sind zugleich auch Vertreter des Vorstandes.

Ebenfalls zum 01.01.2017 hat die Sparkasse eine Anpassung an der Geschäftsstellenstruktur durchgeführt. Dabei wurde eine Geschäftsstelle geschlossen und einige weitere in SB-Geschäftsstellen umgewandelt. "Das hat natürlich keine Begeisterung ausgelöst. Aber die ganz überwiegende Mehrheit unserer Kunden hat mit Verständnis auf diesen notwendigen Schritt reagiert", führt der Vorstandsvorsitzende Reinhard Krüger aus. "Alle betroffenen Kunden wurden mittlerweile in größere Einheiten übergeleitet, in denen die Betreuung und Beratung der Kunden optimal möglich ist", ergänzt er.

Im Jahr 2017 wird die Sparkasse sich verstärkt dem Aufbau einer eigenen Social- Media-Kompetenz widmen, um auf diesem Feld nicht den Anschluss zu verlieren. Nach der konzeptionellen Erarbeitung wird dabei zunächst die Erstellung eines eigenen Unternehmensauftritts bei Facebook im Fokus stehen.

 

Sondierungsgespräche

Auf Grundlage eines Gutachtens hat der Verwaltungsrat der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde den Vorstand beauftragt, erste Sondierungsgespräche über eine mögliche Fusion mit der Kreissparkasse Osterholz zu führen. Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Osterholz hat eine entsprechende Entscheidung getroffen.

Den Vorstandskollegen aus der Sparkasse Scheeßel wurde angeboten, sich an den Sondierungsgesprächen zu beteiligen, da auch eine Dreierkonstellation grundsätzlich möglich wäre. Eine Rückantwort steht bislang noch aus.

Auch erste Vorinformationen an die Sparkassenaufsicht, den Sparkassenverband Niedersachen, das Rechenzentrum sowie die Bundesbank sind erfolgt.

Beide Häuser haben Sondierungskommissionen gebildet und mit intensiven Gesprächen bzgl. Eckpfeilern und Rahmenbedingungen eines möglichen Zusammenschlusses begonnen. Ergebnisse aus diesen Gesprächen werden bis Mitte März vorliegen und sollen dann im Verwaltungsrat der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde erörtert werden.

So die Gespräche positiv verlaufen und die Träger einem Zusammenschluss zustimmen, ist es das Ziel, eine rechtliche Fusion der Häuser zum 1. Januar 2018 zu bewirken.

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