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Landräte unterzeichnen Fusionsverträge - Sparkasse Rotenburg Osterholz entsteht

Landräte unterzeichnen Fusionsverträge v. l. : Landrat Hermann Luttmann, Landrat Bernd Lütjen

Die Kreistage der Landkreise Osterholz und Rotenburg haben in ihren Sitzungen am 27. / 28.09.2017 mit großer Mehrheit die Fusion der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde mit der Kreissparkasse Osterholz beschlossen und damit die Landräte Herrn Lütjen (Osterholz) und Herrn Luttmann (Rotenburg) beauftragt, die entsprechenden Verträge zu schließen.

Dies geschieht am 29.09.2017 im Rahmen einer offiziellen Vertragsunterzeichnung in der Verwaltungszentrale der Sparkasse Rotenburg Osterholz in Zeven.

„Wir glauben, dass mit dieser Fusion die nachhaltige Versorgung der Bevölkerung in der Region mit qualitativ hochwertigen Bankdienstleistungen gesichert ist und die Sparkasse dadurch auch weiterhin ihrem öffentlichen Auftrag nachkommen kann“, so Landrat Lütjen bei der Vertragsunterzeichnung.

„Und es ist ja auch nicht so, dass diese Fusion aus einer Laune heraus beschlossen wurde. Dem vorausgegangen sind über einen Zeitraum von nunmehr über einem Jahr intensive Analysen der Geschäftsgebiete, der Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit sowie die Erstellung eines Fusionskonzeptes, in die wir als Verwaltungsräte der Sparkassen eng und detailliert eingebunden waren“, ergänzt Landrat Luttmann.

Der Fusionsvertrag regelt alle Rahmenbedingungen, die zum Betrieb der Sparkasse nötig sind. Insbesondere wird ein Sparkassenzweckverband gebildet, dessen einzige Aufgabe es ist, Träger der neuen Sparkasse zu sein. Auf den „Sparkassenzweckverband Rotenburg Osterholz“ gehen somit alle Rechte und Pflichten der bisherigen Träger über. Der Landkreis Rotenburg hält 59% der Anteile, der Landkreis Osterholz 41%. Beide Landkreise erklären mit der Unterschrift der Landräte unter den Fusionsvertrag ihren Beitritt zu dem Zweckverband.

Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung erfolgt der Genehmigungsantrag beim Niedersächsischen Finanzministerium in Hannover (Sparkassenaufsicht), da erst mit der Genehmigung der rechtliche Prozess abgeschlossen und die Fusion zum 01.01.2018 vollzogen werden kann. Das Vorliegen der Genehmigung unterstellt, werden am Jahresende die Mitglieder des Zweckverbandes von den jeweiligen Kreistagen entsendet. Die Zweckverbandsversammlung bestimmt dann die Mitglieder des neuen Verwaltungsrates. Sobald diese gewählt sind ist der „Gründungsprozess“ abgeschlossen und die Gremienstruktur vollständig.

Mit dem Ziel, in Bezug auf die verschiedenen Interessengruppen (z.B. Fahrtmehraufwand für Mitarbeiter, Gewerbesteuerverteilung,…) eine möglichst hohe Ausgewogenheit zu erreichen, wurde nach sehr intensiver Befassung mit dem Thema entschieden, dass die Bereiche Revision und Marktfolge Aktiv künftig in Osterholz-Scharmbeck angesiedelt werden und alle anderen internen Bereiche in Zeven. Dies führt dazu, dass sich die Zahl der jeweils in Osterholz-Scharmbeck und Zeven in der internen Verwaltung tätigen Mitarbeiter kaum verschiebt.

Die neue Marktstruktur der Sparkasse sieht vor, dass der gesamte Vertrieb vom Firmenkunden über den Kommunalkunden bis zum Privatkunden in vier Regionalmärkte gegliedert und mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen vor Ort ausgestattet wird. Im Rahmen dieser Betonung der regionalen Präsenz in der Fläche wird es fusionsbedingt nicht zur Schließung von Filialen kommen und auch die Vertriebsmitarbeiter werden zum ganz überwiegenden Teil in ihrer bisherigen Funktion erster Ansprechpartner für die Kunden in allen Finanzfragen bleiben.

„Eine zwischen Vorstand und Personalrat der Sparkassen verhandelte Dienstvereinbarung, welche personelle und soziale Belange der Mitarbeiter regelt, steht kurz vor der Unterzeichnung“, ergänzt Reinhard Krüger. „Darin ist auch geregelt, dass fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sowie Fahrtkostenausgleich vereinbart sind“ fährt der zukünftige Vorstandsvorsitzende der neuen Sparkasse fort.

Auf die Sparkasse kommt nun viel Arbeit zu, da bis Jahresende die erforderlichen rechtlichen Anforderungen umgesetzt sein müssen. „Wir werden jetzt schnell eine entsprechende Projektstruktur aufsetzen und die Themen erarbeiten“, so Ulrich Messerschmidt, künftiger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rotenburg Osterholz.  

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